Hier kommen nun ein paar Tipps zur Vorbereitung, Haltung,
zum Fallen, Fahren und natürlich Bremsen.
Dann was z.B. der Heel-Stop ist, wie der T-Stop funktioniert. Für die
Fortgeschrittenen habe ich noch Tipps zum Fahren auf einem Bein,
Kurvenfahren und zum Übersetzen (Cross-Over).
Wenn du übst, dann bitte die Übungen beidseitig (soweit das natürlich möglich ist), damit du später nicht
immer nur in eine Richtung fahren kannst oder nur mit einem Fuß einbeinig fahren kannst usw.
Noch ein kleiner Hinweis: Die nachfolgenden Tipps habe ich für Fahranfänger zusammengestellt, natürlich
ohne Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Richtigkeit. Sie ersetzen nicht einen Lehrer, der eventuelle Fehler
in deiner Bewegung oder Haltung erkennt und dir Tipps gibt.
Am Besten fängst du mit Trockenübungen zu hause auf dem Teppich (natürlich
nur, wenn die Rollen sauber sind ;-)) ansonsten draußen auf einer Rasenfläche an.
Hier übst du - erst auf beiden, dann nur auf einem Skate - die Balance zu halten. Wenn das einigermaßen gut
klappt, machst du weiter mit kleinen Schritten und -noch später- auch mit kleinen Sprüngen auf der Stelle.
Wenn jetzt deine Knöchel nicht mehr ständig den Boden berühren und du dich auch sonst sicherer fühlst, kannst
du die ersten Versuche auf Asphalt wagen.
Suche dir hierfür eine ruhigere Gegend mit glattem Belag, möglichst viel Platz und wenig Hindernissen wie z.B. Autos, Kindern und Hunden (als Anfänger wirst du höchstwahrscheinlich noch nicht die Ausweich- oder Bremsmanöver beherrschen wenn dir was unvorhergesehenes in die Quere kommt). Auch auf Gefälle solltest du jetzt, in diesem Stadium, noch verzichten.
Bevor du jetzt einfach losrollst noch ein paar theoretische Tipps, worauf du achten solltest:
In der Grundhaltung stehst du leicht nach vorne geneigt und mit etwas gebeugten Knien, damit gewährleistet
ist, dass du im Falle eines Sturzes eher nach vorne - nämlich dort, wo die Schützer sind - fällst.
wobei wir beim Thema Fallen wären: Wie dir sicherlich aufgefallen ist, können die Protektoren nur bei
einem Fall nach vorne richtig schützen. Bei einem Fall nach hinten bist du (vor allem dein Allerwertester)
so gut wie ungeschützt - es sei denn, du hast mit Kissen vorgesorgt :-). Deshalb ist es schon ganz praktisch,
nach vorne auf die Protektoren am Knie, den Ellenbogen und den Handgelenken zu fallen.
Auch das Fallen übst du am besten vorher "trocken" auf dem Rasen, damit dir die Bewegungsabläufe in
Fleisch und Blut übergehen.
So, nun kann es aber endlich losgehen. Aus der oben genannten Haltung stößt du dich jetzt mit einem Fuß ab,
während du dein Gewicht auf den anderen verlagerst wobei du mit diesem nun vorwärts rollen solltest
(wenn nicht, liegt es wahrscheinlich an den Billig-Skates aus dem Baumarkt ;-) ).
Wie du siehst, ist es gar nicht so schwer. O.K. - es sieht noch nicht ganz perfekt aus, aber das wirst du mit
viel Übung ganz sicher hinbekommen.
Werde jetzt aber nicht gleich übermütig! Wer fährt muss auch irgendwann wieder anhalten.
Dabei hast du 3 Möglichkeiten - mehr oder weniger elegant - zum stehen zu kommen. (die unsanften Möglichkeiten
überlass ich mal deiner Phantasie)
Die für Anfänger am einfachsten zu erlernende und (im Verhältnis zum Materialverschleiß) auch effektivste
Art ist der sogenannte Heel-Stop.
Hierbei nutzt du den - in der Regel rechts - angebrachten Stopper um zum Stehen zu kommen.
Bist du der Meinung, du würdest mit dem linken Fuß besser zurechtkommen, kannst du bei den meisten Skates den
Stopper auch auf die andere Seite umbauen.
Zum Bremsen schiebst du nun den Skate mit dem Stopper nach vorne und ziehst dabei deine Zehen nach oben, so
dass der Stopper den Boden berührt. Je mehr Druck du auf den Stopper gibst, umso stärker bremst du.
Anfänglich wirst du dabei zwar noch einen relativ langen Bremsweg haben, was sich aber mit zunehmender Übung
schnell ändern wird.
Kleiner Tipp hierzu: Je schneller du bist, desto mehr solltest du in die Hocke gehen. Durch Verlagerung deines
Gewichtes auf den bremsenden Fuß, wird entsprechend mehr Kraft auf den Stopper übertragen.
Natürlich gibt es noch weitere Bremstechniken, die ich noch der Vollständigkeit halber erwähnen und kurz
erklären möchte. Denn für den Anfänger reicht es, eine Bremstechnik sicher zu beherrschen.
Sehr gerne wird für Anfänger der Pflug-Stop empfohlen. Dieser eignet sich wegen der eher mäßigen
Bremsleistung wirklich nur zur Anwendung aus langsamer Fahrt.
Wie der Name schon sagt, bilden deine Füße dabei einen Pflug. Durch Gegenhalten gegen den entstehenden
Druck, wirst du langsamer.
So einfach der T-Stop auch bei den Profis aussieht, erfordert er schon einige Übung und vor Allem sicheres
Fahren auf einem Bein.
Unentbehrlich ist er für die Skates ohne Stopper, was ich aber keinem Anfänger empfehlen würde. Für alle
Anderen eignet eignet er sich für Dosierung der Geschwindigkeit, z.B. bei leichtem Gefälle. Wobei hier der
erhöhte Rollenverschleiß nicht außer Acht gelassen werden sollte.
Zum Bremsen verlagerst du dein Gewicht auf einen Fuß, während du leicht in die Knie gehst. Den anderen Fuß
setzt du dahinter im rechten Winkel mit allen Rollen gleichmäßig auf und erhöhst dann den
Druck.
Mögliche Fehler: solltest du die vordere Rolle des bremsenden Schuhs mehr belasten oder dein Gewicht nicht
richtig auf den rollenden Fuß verlagern, wirst du unweigerlich eine Kurve fahren.
Eine der wichtigsten Fähigkeiten für viele Fahrmanöver ist das sichere Fahren auf einem Bein, d.h. dein
gesamtes Körpergewicht lastet während der Fahrt auf nur einem Skate.
Das übst du am besten, indem du während des Abstoßens das entlastete Bein erst immer später aufsetzt und so
die Rollphasen auf einem Bein immer länger ausdehnst.
Hierbei solltest du darauf achten, nicht mit der vorderen Rolle den Skate aufzusetzen, da du so ins Schlingern
kommen kannst. Besser ist, den Skate entweder gleichmäßig mit allen Rollen oder mit der letzten Rolle zuerst
aufzusetzen.
Sicherlich wirst du bei deinen ersten Versuchen keine Schwierigkeiten haben, deine Skates in die richtige
Richtung zu lenken. Mit zunehmender Geschwindigkeit wirst du jedoch merken, dass dies immer schwieriger wird,
die Richtungsänderung wie gewünscht einzuleiten bzw. zu halten.
Die Einleitung der Kurve unterstützt du am Besten durch Drehung des Oberkörpers in die entsprechende Richtung.
Je schneller du jetzt die Kurve anfährst, desto wichtiger ist ein sicherer Stand. Den erreichst du durch
Vergrößern deiner Standfläche, indem du deinen kurveninneren Fuß weiter nach vorne schiebst, sowie deinen
Körperschwerpunkt durch Beugen der Knie tiefer setzt. Hier gilt: Je schneller oder enger die Kurve ist, desto
weiter müssen deine Füße auseinander gehen. Zusätzlich solltest du dich entsprechend deiner Geschwindigkeit
mehr oder weniger stark in die Kurve legen.
Vorausgesetzt du findest mit zunehmender Übung Gefallen an schneller Fahrt, reicht dir bald die oben
genannte Variante der Kurvenfahrt nicht mehr, da du dabei viel von deinem Schwung verlierst.
Abhilfe schafft hier das Übersetzen. In der Theorie ist diese Technik schnell erklärt:
Du leitest deine Kurve wie gewohnt ein. Dann setzt du den kurvenäußeren Skate über den anderen nach innen,
während du dein Gewicht anschließend auf diesen verlagerst. Nun ziehst du den anderen innen wieder vorbei
nach vorne und verlagerst dein Gewicht auf diesen. Durch deine Kurvenlage und das Verlagern des
Gewichtes auf einen Skate, drückt dieser automatisch nach außen und beschleunigt dich dadurch.
Leider wird sich die Umsetzung in die Praxis etwas schwieriger gestalten. Vor Allem wird das Abstoßen von der
Außenkante des kurveninneren Skates gewöhnungsbedürftig sein.
Am besten, du übst die ersten Schritte auf dem Rasen. Setze einfach einen Fuß über den Anderen - ähnlich wie
beim Laufen, nur eben leicht über Kreuz. Dann kannst du das Gleiche bei Geradeausfahrt üben.
Wenn dir das keine Schwierigkeiten mehr bereitet, kannst du dich an die erste Kurve heranwagen. Wähle aber
möglichst nicht gleich die Engste aus, sondern steigere dich langsam im Radius.
Wichtig: schau dabei nicht auf deine Füße sondern nach vorne, ansonsten kommst du durcheinander.
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