tipps zu deiner ausrüstung

Am Einfachsten und am Besten ist, du lässt dich in einem Fachgeschäft beraten. Bei der Skate-Ausrüstung am falschen Ende zu sparen, kann dir schnell den Spaß am Skaten verderben und unter Umständen auch schmerzhaft sein.
Deine komplette Ausrüstung besteht aus dem Schuh, den Schützern sowie einem Helm.

der schuh

Beim Skate solltest du in erster Linie auf die richtige Größe achten. Die Damen-Modelle sind etwas schmaler geschnitten als die Herren-Modelle.
Ob Softboot, Hardboot oder Hybrid ist reine Geschmacksache. Wichtig ist, dass der Schuh fest sitzt aber dabei nicht drückt - und das kann dir auch mit einem Softboot passieren. Deshalb beim Kauf unbedingt etwas länger anbehalten und ein paar Runden im Laden drehen.
Der meist bei der Beschreibung der Skates angegebene ABEC-Wert sagt leider nicht direkt etwas über die Qualität der Lager aus. Deshalb solltest du diesen nicht vorrangig als Kaufkriterium sehen - ein Marken-Skate wird bei gleichen oder sogar niedrigeren ABEC-Wert in der Regel besser sein.
Also: Finger weg von Baumarkt-Skates! (s. auch unten "Fit for Fun - Skate-Test")


die rollen

Bei den Rollen gibt es entscheidende Unterschiede zum Anwendungsgebiet.
Man unterscheidet dabei Rollen für Speed-, Fitness,- Hockey oder Aggressive-Fahren.
Entscheidend für's Fahren ist die Rollengröße und Härte. Allgemein gilt, je größer eine Rolle ist, desto schneller können die gefahrenen Geschwindigkeit sein, aber desto schwieriger ist es beim Handling. Umgekehrt gilt, je kleiner die Rolle ist, desto besser ist das Handling, aber die Geschwindigkeit ist geringer, da die Rolle pro Umdrehung weniger Weg zurücklegt.
Speedrollen haben Größen von 80-84mm, Fitness von 76-80mm, Hockey von 70-76 und Aggressive < 70mm.

Weiterhin entscheidend für's Rollen ist der Härtegrad der Rolle. Er wird auf der Rolle mit der Abkürzung A angegeben. Dabei ist z.B. 99 A sehr hart und 70 A sehr weich. Es ist zu vergleichen mit der Härte von Reifen im Motorsport. Eine weiche Rolle hat ein gutes Gripniveau, aber auch einen hohen Rollwiderstand und Abnutzung. Eine harte Rolle hingegen weniger Grip und Rollwiderstand, sowie Abnutzung. Somit sind weichere Rollen eher was für's Kurvenfahren oder für schnelle Richtungswechsel (z.B. beim Inlinehockey) und harte Rollen eher für Speedskater. Für die breite Gruppe der Fitness-Skater ist die goldene Mitte wohl das Beste, also ca. 78 A und 78 mm Rollengröße. Alle Angaben sind auch auf der Rolle zu sehen.
Kauft man sich Rollen so wird man feststellen, dass diese im Profil verschiedene Formen haben. Natürlich sind alle rund aber entscheidend ist die Form dennoch. Speedrollen sind sehr spitz zulaufend, damit der Kontakt und der Rollwiderstand zur Straße möglichst gering sind. Fitness ist wie fast immer die Mitte aus Allem. Hockeyrollen sind sehr rund, damit bei Kurven und ähnlichen der Kontakt immer optimal ist. Aggressiverollen sind fast flach, da man in der Pipe kaum Kurven fährt.

die kugellager

Bei den Kugellagern hat sich als Standard, an den man die Qualität der Lager erkennen kann, die ABEC-Einstufung durchgesetzt. Dieser wird durch die Zahlen 1,3,5,7 ergänzt. Dabei ist 1 der geringste und 7 der höchste Standard.
Am häufigsten wird aber mittlerweile nur noch ABEC 3 und 5 verkauft. Die Rollen sind sehr gut und dennoch recht günstig.
In letzter Zeit gibt es bei den etwas höherwertigen Fitness-Skates auch Mikrokugellager als Standard. Diese sollen noch besser rollen als die ABEC Lager, haben meiner Meinung nach aber einen Nachteil: Holt man sich neue Rollen, muss man darauf achten, dass die Rollen auch dafür ausgelegt sind, denn die Löcher in den Rollen für die Lager sind natürlich kleiner. Die neuen Mikrolager sind momentan noch teurer als die ABEC-Konkurrenz. Wer also preisbewusst skaten will bleibt bei ABEC, wer aber flott durch die City düsen will und auf's Geld nicht ganz so achten will bzw. muss, nimmt die Mikrolager.

die spacer (lagerbuchsen)

Der Spacer ist die Distanzscheibe zwischen Lager und Achsschraube, bzw. zwischen beiden Lagern. Die aktuellen Skates sind fast alle mit Aluspacern ausgestattet. Nur noch wenige oder alte, bzw. sehr billige Angebote können noch mit Kunststoffspacern ausgestattet sein. Das Umrüsten ist aber kein Problem, sofern man weiß, welche passen.
Rollerblade sind anders als die von K2. Also beim Kauf bitte darauf achten. Am besten das hoffentlich gut geschulte Personal des Ladens deines Vertrauens fragen.


Vielen Dank an André für diesen Beitrag

die schützer

Schützerset

Solange du dich unsicher auf den Skates fühlst, denk' ich ist es selbstverständlich - aber auch später solltest du nicht darauf verzichten: die Schützer bzw. Protektoren
Auch hier gilt: Fest sollten sie sitzen - aber bitte nicht zu fest. (blaue Finger sind ein Zeichen, dass sie etwas zu eng sitzen!) ;-)
Nichts ist ärgerlicher, wenn die Schützer ihren vorgesehenen Platz verlassen...

Schützerset bestehend aus Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner

der helm

Dann noch der Helm: Damit ist es so eine Sache - überall wird empfohlen, unbedingt einen zu tragen - aber selten sieht man Skater damit. Bedenke dabei aber, dass ein Helm jedoch im Ernstfall dein Leben retten kann!
Wenn du vor hast Tricks, Sprünge oder in der Halfpipe zu üben, du an Marathon- oder anderen Wettkämpfen teilnehmen möchtest oder Inline-Hockey spielen willst, solltest du unbedingt die dafür entwickelte Schutzausrüstung einschließlich zugehörigem Helm anlegen.
Aber auch der Freizeitskater sollte darauf nicht verzichten, wobei hier ein normaler Fahrradhelm seinen Dienst tut.




 weitere nützliche links zum thema:
 sport.ard.de interessante infos der ard
 msn - Focus online Beitrag von msn und Focus Online
 Skateclub Bremen interessante Techniktipps und Testberichte zu Skates
 fit for Fun Skate-Test
 kassel-inline.de viele interessante Infos zum Skaten

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