Beim Skate solltest du in erster Linie auf die richtige Größe achten. Die Damen-Modelle sind etwas
schmaler geschnitten als die Herren-Modelle.
Ob Softboot, Hardboot oder Hybrid ist reine Geschmacksache. Wichtig ist, dass der Schuh fest sitzt aber
dabei nicht drückt - und das kann dir auch mit einem Softboot passieren. Deshalb beim Kauf unbedingt etwas
länger anbehalten und ein paar Runden im Laden drehen.
Der meist bei der Beschreibung der Skates angegebene ABEC-Wert sagt leider nicht direkt etwas über die
Qualität der Lager aus. Deshalb solltest du diesen nicht vorrangig als Kaufkriterium sehen - ein
Marken-Skate wird bei gleichen oder sogar niedrigeren ABEC-Wert in der Regel besser sein.
Also: Finger weg von Baumarkt-Skates! (s. auch unten "Fit for Fun - Skate-Test")
Bei den Rollen gibt es entscheidende Unterschiede zum Anwendungsgebiet.
Man unterscheidet dabei Rollen für Speed-, Fitness,- Hockey oder Aggressive-Fahren.
Entscheidend für's Fahren ist die Rollengröße und Härte. Allgemein gilt, je größer eine Rolle
ist, desto schneller können die gefahrenen Geschwindigkeit sein, aber desto schwieriger ist es
beim Handling. Umgekehrt gilt, je kleiner die Rolle ist, desto besser ist das Handling,
aber die Geschwindigkeit ist geringer, da die Rolle pro Umdrehung weniger Weg zurücklegt.
Speedrollen haben Größen von 80-84mm, Fitness von 76-80mm, Hockey von 70-76 und Aggressive < 70mm.
Weiterhin entscheidend für's Rollen ist der Härtegrad der Rolle. Er wird auf der Rolle mit der
Abkürzung A angegeben. Dabei ist z.B. 99 A sehr hart und 70 A sehr weich. Es ist zu
vergleichen mit der Härte von Reifen im Motorsport. Eine weiche Rolle hat ein gutes Gripniveau,
aber auch einen hohen Rollwiderstand und Abnutzung. Eine harte Rolle hingegen weniger Grip und
Rollwiderstand, sowie Abnutzung. Somit sind weichere Rollen eher was für's Kurvenfahren oder
für schnelle Richtungswechsel (z.B. beim Inlinehockey) und harte Rollen eher für Speedskater.
Für die breite Gruppe der Fitness-Skater ist die goldene Mitte wohl das Beste, also ca. 78 A
und 78 mm Rollengröße. Alle Angaben sind auch auf der Rolle zu sehen.
Kauft man sich Rollen so wird man feststellen, dass diese im Profil verschiedene Formen haben.
Natürlich sind alle rund aber entscheidend ist die Form dennoch. Speedrollen sind sehr spitz
zulaufend, damit der Kontakt und der Rollwiderstand zur Straße möglichst gering sind.
Fitness ist wie fast immer die Mitte aus Allem. Hockeyrollen sind sehr rund, damit bei Kurven
und ähnlichen der Kontakt immer optimal ist. Aggressiverollen sind fast flach, da man in der
Pipe kaum Kurven fährt.
Bei den Kugellagern hat sich als Standard, an den man die Qualität der Lager erkennen kann,
die ABEC-Einstufung durchgesetzt. Dieser wird durch die Zahlen 1,3,5,7 ergänzt. Dabei
ist 1 der geringste und 7 der höchste Standard.
Am häufigsten wird aber mittlerweile nur noch ABEC 3 und 5 verkauft. Die Rollen sind sehr gut
und dennoch recht günstig.
In letzter Zeit gibt es bei den etwas höherwertigen Fitness-Skates auch Mikrokugellager als
Standard. Diese sollen noch besser rollen als die ABEC Lager, haben meiner Meinung nach aber
einen Nachteil: Holt man sich neue Rollen, muss man darauf achten, dass die Rollen auch dafür
ausgelegt sind, denn die Löcher in den Rollen für die Lager sind natürlich kleiner. Die
neuen Mikrolager sind momentan noch teurer als die ABEC-Konkurrenz. Wer also preisbewusst
skaten will bleibt bei ABEC, wer aber flott durch die City düsen will und auf's Geld nicht
ganz so achten will bzw. muss, nimmt die Mikrolager.
Der Spacer ist die Distanzscheibe zwischen Lager und Achsschraube, bzw. zwischen beiden Lagern.
Die aktuellen Skates sind fast alle mit Aluspacern ausgestattet. Nur noch wenige oder alte, bzw.
sehr billige Angebote können noch mit Kunststoffspacern ausgestattet sein. Das Umrüsten ist aber
kein Problem, sofern man weiß, welche passen.
Rollerblade sind anders als die von K2. Also beim Kauf bitte darauf achten. Am besten das
hoffentlich gut geschulte Personal des Ladens deines Vertrauens fragen.
Solange du dich unsicher auf den Skates fühlst, denk' ich ist es selbstverständlich - aber auch später
solltest du nicht darauf verzichten: die Schützer bzw. Protektoren
Auch hier gilt: Fest sollten sie sitzen - aber bitte nicht zu fest. (blaue Finger sind ein Zeichen, dass sie
etwas zu eng sitzen!) ;-)
Nichts ist ärgerlicher, wenn die Schützer ihren vorgesehenen Platz verlassen...
Dann noch der Helm: Damit ist es so eine Sache - überall wird empfohlen, unbedingt einen zu
tragen - aber selten sieht man Skater damit. Bedenke dabei aber, dass ein Helm jedoch im Ernstfall dein Leben
retten kann!
Wenn du vor hast Tricks, Sprünge oder in der Halfpipe zu üben, du an Marathon- oder anderen Wettkämpfen
teilnehmen möchtest oder Inline-Hockey spielen willst, solltest du unbedingt die dafür entwickelte
Schutzausrüstung einschließlich zugehörigem Helm anlegen.
Aber auch der Freizeitskater sollte darauf nicht verzichten, wobei hier ein normaler Fahrradhelm
seinen Dienst tut.
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